Blank Eck Cup 2014

Blank Eck Cup 2014 - Der Wattwurmkampf!

Nach dem Erfolg beim Mepo Cup einen Tag zuvor, ging es jetzt zum 1. Blank Eck Cup!

Der Mepo-Cup 2014 ist Geschichte, die Abschlussfeier, sowie die dazugehörige Siegerehrung am Morgen danach ist beendet und es ist bereits ca. 12 Uhr mittags. Nach dem Brandungscup ist vor dem Brandungscup und so ging es für uns direkt zur nächsten Veranstaltung, wo der erste Blank Eck Cup von Ralf Deterding auf uns wartete. Also ging es rasch los und von der Insel zurück auf das Festland, denn das Blank Eck ist ein von Heiligenhafen westlich gelegener Campingplatz, wo eine Halle als Treffpunkt diente. Auf dem Weg dorthin mussten wir allerdings noch einen kurzen Boxenstop bei Baltic Kölln in Heiligenhafen einlegen, um unsere vorbestellten Wattwürmer abzuholen. Kurzerhand entschlossen wir uns, lieber ein paar Würmer mehr mitzunehmen, was aufgrund der gestrigen Erfahrung mit den Krabben zurück zuführen war. Kaum betraten wir den Laden, begegneten uns viele bekannte Gesichter die auch schnell ihre Würmer, sowie die eine oder andere Kleinigkeit einkauften, um anschließend ebenfalls am Blanck Eck einzutreffen. Am Vortag erkundeten wir bereits die Gegend, um jetzt pünktlich einzutreffen. Als wir ankamen, sahen wir die Location, welche im Partystyle hergerichtet war. WOW dachten wir uns, was eine geile Halle mit richtig Partyatmosphäre inklusiver Theke, Sound und Beleuchtung. Vor der Tür lag die Bratwurst auf dem Grill und innen war alles locker und gemütlich eingerichtet, wo die ersten schon miteinander plauderten. Wir begrüßten erst mal alle, wobei sich natürlich ein Großteil vom Vorabend eingefunden hatte und wir waren uns sicher, dass diese Veranstaltung einfach nur ein Hit werden konnte. Diesmal übernahm Ruwen die Ehrenvolle Aufgabe und machte die Startkarte klar. Wir waren gespannt, wo es uns diesmal hin verschlagen würde, denn das Wetter stand noch immer gegen uns und es war kein großer Unterschied zum Abend zuvor erkennbar. Kein Wind, zurücklaufendes Wasser und ein wolkenloser Himmel, auf dem sich ein zunehmender Halbmond breit machte. Wenig später war es endlich soweit und Ralf begrüßte die 60 eingetroffenen Teams alle recht herzlich zu seinem ersten Blank Eck Cup im Brandungsfischen. Ohne wertvolle Zeit zu verlieren, gab Ralf die drei Sektoren A, B und C, zu je 20 Teams bekannt, welche wiederum von einer Losfee gezogen wurden. Sektor A erwischte Gillhus in Heiligenhafen, Sektor B fuhr nach Dazendorf, während Sektor C nach Steinwarder in Heiligenhafen musste.

Mit Dazendorf erwischten wir beim ersten Blank Eck Cup den fischreichsten Sektor!

Unser Losglück ergab diesmal Dazendorf, wo ich sehr mit zufrieden war, da ich diesen Strand recht gut kenne. Dort habe ich bereits das ein oder andere Brandungsfischen vom Landesverband erleben dürfen, was mit Erfolg und Sektorsieg gekrönt wurde.
Jetzt ging es 
zurück zu den Autos, wo wir alles in Ruhe angingen, da unser Strand nur ein Katzensprung entfernt war und wir reichlich Zeit hatten. Am Strand angekommen bauten wir erst mal Dreibein, sowie weiteres Tackle auf, bevor wir uns die all beliebte Frage stellten, welches Vorfach wir denn zuerst fischen sollten!? Die Vergangenheit zeigte, dass ich nie so verkehrt mit meiner Vorfachwahl lag und deshalb entschied ich mich für ein alt bekanntest Buttvorfach, als Liftsystem, während Ruwen auf die fängigen Vorfächer des Vorabends setzte.
16 Uhr, der Startschuss viel. Mein Bauchgefühl sagt mir immer, ist es hell, müssen die Montagen schön weit raus und man muss Strecke machen. Daraufhin entschlossen wir uns, dass Ruwen auf eine Distanz von guten 100 Meter fischt, während ich meine Köder auf volle Entfernung prügelte. Gesagt getan, und Bumm rappelte es schon innerhalb der ersten 10 Minuten an unseren Ruten. Ich dachte, dass kann doch gar nicht sein, aber doch und schon hatten wir binnen kürzester Zeit die ersten maßigen Platten auf der Habenseite.
Erneut bekam ich einen Biss und merkte schon während des Einholens, dass der Fisch passt. Nach langem Kurbeln bekam ich den Fisch zu Gesicht und war kurzzeitig sprachlos, während Ruwen direkt zu mir rüber eilte. Eine bildschöne Scholle von stolzen 47cm lag am Strand und ich sagte zu Ruwen, das könnte die größte Platte der Veranstaltung werden, während er erwiderte, "Abwarten, das Angeln hat gerade erst einmal begonnen!"
Die Dämmerung brach ein, wir lagen mit unseren Fischen bereits im zweistelligen Bereich und waren sehr gespannt, was nun passieren würde. Etwa das gleiche Spektakel wie gestern mit unseren geliebten Krabben? Bingo, so geschah es auch, die Krabben nahmen Vormarsch und es war nicht eine Scheibe mehr zu ergattern. Binnen 5 Minuten waren die Haken aufs Neue blitzeblank gefressen. In windeseile holten wir unsere Ruten ein und tauschten die fängigen Vorfächer gegen die vom Vorabend ein, mit dem wir nahezu an bzw. über den ollen Krabben angelten. Im Gegensatz zu gestern waren wir heute auf die nervigen Kollegen sozusagen voreingestellt und wussten wo es lang gehen sollte. Nur zu dumm, dass plötzlich im Dunklen riesige Schwärme von Zwerg-Dorschen unter Land kamen und wir, man glaube es kaum, noch mehr ins Schwitzen gerieten, als am Abend zuvor. Es ging sogar soweit, dass wir beim vollen Ansturm der Dorsche zum Teil jeweils nur noch eine von zwei Ruten im Wasser hatten, weil wir einfach nicht mehr mit dem beködern nachkamen.
Es waren ca. 2 Stunden Angelzeit verstrichen und wir mussten mit bedauern feststellen, dass wir bereits über die Hälfte unseres Wurmvorrates verbraucht hatten. So konnte es nicht weiter gehen und so hieß es aufs neue, Taktikwechsel, um Würmer zu sparen. Anfangs stiegen wir jeweils mit einer Rute auf ein Einzelhakensystem um, während wir kurze Zeit später bei allen Ruten auf Einzelhaken umstiegen. Die waren natürlich als "Anti-Krabbenvorfach" konzipiert und wir bestückten sie nur noch mit einem Wurm, weil der Wurmvorrat so schlecht wie noch nie aussah. Dorsche über Dorsche stiegen ein, nur leider alle zu klein. Wir suchten in unterschiedlichen Distanzen einen Fleck, wo sich die Zwerge mal nicht aufhielten. Es gelang uns schließlich eine Stelle zu finden und konnten noch drei maßige Dorsche, sowie ein paar Platten zum Landgang überreden. Ruwen bekam sogar um genau 22Uhr ein Abtuter Fisch, welcher ein paar Millimeter unter dem Maß war und wir ihn somit schonend wieder in die Ostsee entließen.

Auf ging es zur Siegerehrung des ersten Blank Eck Cups

Jetzt aber hieß es wieder, Tackle zusammenräumen und auf zum Parkplatz, wo die gefangenen Fische gemessen wurden. Auf unserer Startkarte konnten wir nach anstrengendem Angeln, sowie schmerzenden Armen und Beinen, 3 Dorsche, 1 Wittling und 16 Platten verbuchen. Wie weit uns das dieses Mal nach vorne bringen würde, war überhaupt nicht einzuschätzen, da die anderen Teams auch gut gefangen hatten. Da wir unsere Beute natürlich verzehren wollen, nahmen wir den Fisch noch schnell aus, um ihn frisch zu halten, bevor es zum Treffpunkt zurück ging.
In der Halle war schon der Bär los, es lief laute Musik und ein sehr leckeres Buffet war aufgebaut. Krustenbraten mit Beilage stand auf der Speisekarte, genau das Richtige nach so einem harten Kampf am Strand. Mit vollen Bäuchen ging es dann an die Siegerehrung. Ralf bat die jeweils aufgerufenen Teams der Sektoren nach vorne. Hart gekämpft und doch etwas gescheitert, denn wir brachten es in unserem Sektor B Dazendorf, trotz 20 gefangener Fischen "nur" auf Platz 4 der Sektor Wertung, was uns dennoch Edelmetall einbrachte.
Dazendorf war an diesem Abend der Sektor, mit den meisten Fischen. In allen drei Sektoren wurden letztendlich mit 120 Anglern 356 Fische gefangen, was im anbetrachte des Mepo-Cups ein sehr gutes Ergebnis war. Jetzt kam die Ehrung der größten Fische, wo wir natürlich ganz besonders hinhörten. Volltreffer, unsere Scholle war der größte Plattfisch und somit bekamen wir auch noch diesen Pokal.

Das Kapitel "Ehrungen" war abgeschlossen und so ging es an die Tombola, für die Ralf Deterding viele namenhafte Sponsoren überzeugen konnte. Unser Fazit, des ersten Blanck Eck Cup von Ralf, viel super aus. 99 Punkte, einziger Minuspunkt, war ein kleiner Patzer in der Auswertung, der dadurch die Anspannung des Endergebnisses in die Länge zog. Ralf, hiermit möchte ich, sowie im Namen meinen Teamkollegen Ruwen, sowie vom gesamten Catfish-Hunters Team Dir und deinen ganzen Helfern danken, für eine perfekte Veranstaltung  mit einer optimalen Organisation! Geile Location und sau leckeres Essen! Mache weiter so und ich hoffe wir sehen uns dann beim Blank Eck Cup 2015!
 

Stürmische Grüße
Jens Reitler