Catfish-Hunters zu Gast in der Waller-Welt

Waller-Welt - Auf dieses Fishing-Center viel unsere Entscheidung nach der Suche des perfekten Waller-Camps!

In den letzten drei Jahren erkundeten wir vorwiegend die verschiedensten französischen Gewässer, so dass keine einzige Italien-Tour in unserem dicht gefüllten Angelkalender Platz fand. Mit Wehmut schossen mir immer wieder die letzten Sessions vom Po im Jahre 2011 durch den Kopf, bei denen wir sehr gute Fische dem Fluss entlocken konnten. Ich musste also wieder zurück und ehe der Gedankengang komplettiert war, fing ich am Jahresende relativ kurzfristig mit der Planung der Mission "Italien-Reloaded" an, bei welcher es erst einmal hieß, ein gescheites Camp zu finden. Das dies bei der großen Auswahl nicht einfach werden würde war mir natürlich klar, aber nach den nicht immer optimalen Erfahrungen in früheren Camps, las ich dieses mal auch zwischen den Zeilen der Homepages und wollte den ultimativen Basispunkt der Tour ausmachen. Letztendlich blieb ich bei Markus Eule mit seiner "Waller-Welt" stehen, da die gesamte Aufmachung ein sehr gutes Gesamtbild entstehen ließ und nahm kurzerhand mit Markus Kontakt auf. Der erste Eindruck von ihm war ein sehr netter, sowie lockerer Typ, welcher uns für zwei Wochen im Frühjahr sofort einbuchte.
Anfang März wurde mein 19er Skiff, sowie mein Bus startklar gemacht und ehe wir uns versahen, begaben sich meine Freundin Corinna, sowie ein damaliger Teamkollege und ich uns voller Vorfreude auf den Weg Richtung Norditalien, wo wir von strahlenden Sonnenschein, am Morgen des Folgetages, empfangen wurden.
Es erwartete uns ein sauberes und sehr gut organisiertes Camp, indem Markus Eule uns in die Begebenheiten des Grundstückes einwies und uns unter anderem die sanitären Anlagen wie Toiletten und Duschen, Kühlschränke, Trockenraum für nasse Kleidung, den alarmgesicherten Abstellplatz für Trailer und Auto, sowie noch vieles mehr zeigte. Selbst ein Mechaniker steht bei Motorschäden sofort zur Verfügung.
Weiterhin fanden wir zwei Kräne im Abstand von vielleicht 100m vor, damit alle Gäste ohne Wartezeiten schnellstens ihr Boot ins Wasser bekamen und so mit den Vorkehrungen für die Tour beginnen zu können. Zwei große und sichere Stege rundeten das Bild am Flussufer des Camps ab.
Wir brachten unser Gespann zu Kran Nummer 2, wo uns direkt ein netter Italiener empfing, der unser Boot zu Wasser ließ. Ich war bis dato mehr als verblüfft über die Reibungslosigkeit, sowie die Schnelligkeit und der Organisation des komplett sehr gut durchdachten Systems des ganzen Fishing-Centers.

Waller-Welt - Für Köderfische und Steine ist immer rundum gesorgt!

Bevor es allerdings los ging, waren wir nochmals bei Markus Eule im Büro, um uns den Angelschein abzuholen, sowie ein Formblatt mit den Regeln am Wasser zu unterschreiben, welches nur zur seiner Sicherheit dient, falls jemand sich nicht ordnungsgemäß am Fluss verhält. Anschließend begleitete er uns zum Steg, um uns nochmals ein paar Details zu zeigen. Unter anderem ein riesigen Steinvorrat, an welchen man sich für ein paar Cent pro Klotz bedienen kann, damit gleich ein paar Gewichte für die Unterwasserposenmontagen zur Hand sind, ohne sich erst welche suchen zu müssen, was übrigens verboten ist, Steine vom Ufer zu entfernen. Jetzt ging es zu verschiedenen Becken, in denen sich unterschiedliche Köderfischarten befanden und welche man jederzeit nach Bedarf gegen ein angemessenen Stückpreis entnehmen konnte. Das Angebot mit Steinen, sowie den Köderfischen lief auf Vertrauensbasis und wurde am Ende der Tour abgerechnet, wobei wir aufgrund des einzigartigen Services und der tollen Zeit großzügig aufgerundet haben, was wohl das mindeste war, für all das, was wir im Camp geboten bekommen haben.

Waller-Welt - Umgeben von einem Flussbereich mit allem, was das Wallerherz benötigt!

Jetzt allerdings hieß es für uns erst einmal die Flussbereiche rund um das Fishing-Center zu erkunden, um erfolgsversprechende Plätze für die kommenden Nächte auszumachen. Dies war allerdings leichter gesagt als getan, denn egal wo wir hinfuhren, wir bekamen Inseln, Überflutungsgebiete, Einläufe, Ausläufe, Buhnenfelder, tiefe Bereiche mit steilen Kanten, flache zulaufende Bereiche, Sandbänke und jede Menge mehr zu Gesicht. Man kann sagen, es folgte Spot auf Spot und das im Umkreis von vielleicht nur 5km vom Camp entfernt. Einfach ein Wahnsinns Flussabschnitt, welcher das Fishing-Center und somit dem Namen Waller-Welt alle Ehre macht. 
Wir waren heiß wie Frittenfett, deckten uns mit Steinen, sowie Köderfischen ein, um gut gerüstet in die erste Nacht starten zu können. Der Wasserstand sank von Tourbeginn an und aufgrund des zurückgehenden Hochwassers zog sich durch die Uferbereiche überall eine dicke Schlammschicht. So fanden wir uns auf eine gerade freiwerdende Sandbank bzw. Schlammbank wieder, wo wir direkt drei Ruten per Unterwasserpose, sowie eine an noch überfluteten Bäumen befestigten. Die Wassertemperatur pendelte sich bei knapp 8°C ein, welche allerdings in den kommenden zwei Wochen leicht ansteigen sollte. Die Köder waren ausgebracht, ich ordnete noch ein wenig das Boot und freute mich schon auf den ersten Drill mit den neuen Black Cat Ruten "The Cat 2", welche endlich ihren ersten Einsatz fanden. Ehe ich mich versah rummste es und "The Cat 2" stand krumm im Rutenhalter. Mit einem Schlag beendete ich sofort die Aufräumarbeiten, griff zur Rute, sprang ins Schlauchboot und der Fight begann! Nach hartem Drill lag der erste Waller auf der Matte, nach nicht mal einstündiger Angelzeit und sprengte gleich die Zwei-Meter-Marke. So konnte es weiter gehen, aber mittlerweile merkten wir die lange Anreise in Form von Müdigkeit. Also ab auf die Liege und die Rute nicht erneut rausfahren, denn es waren ja schließlich noch drei Köder scharf. Gesagt getan, die Augen fielen sofort zu und im Traum erschien mir ein klingelndes Glöcken an der Wallerrute. Schei..., das war kein Traum, ich riss die Augen auf und "The Cat 2" stand wiederum gebogen im Ständer. Nicht mal eine Stunde nach dem ersten Drill saß ich erneut im Schlauchboot und der zweite Waller fand sich auf unserer Habenseite wieder, welcher dieses mal die zwei Meter knapp verfehlte. Das Fazit der ersten zwei Drills mit der Black Cat Rute fiel ganz kurz aus... einfach nur geil...! 
Die verbleibenden zwei Ruten gönnten uns allerdings den wohlverdienten Schlaf, welchen wir dringend nötig hatten und so wurden wir am Morgen von strahlendem Sonnenschein geweckt. Nach einem Kaffee ging es zum Camp, um unseren Köderfischvorrat aufzustocken und anschließend zum Platz der vergangenen Nacht zurück, welcher noch einmal herhalten sollte. Das Wasser ging bis dato stark zurück und trotzdem riskierten wir dort einen weiteren Versuch, obwohl die Wassertiefe teilweise schon im Grenzbereich lag. Eine U-Posenmontage setzte ich dieses mal allerdings stromauf, genau an eine Strömungskante mit Kehrwasser, welche ich über einen Ausleger am Baum umleitete, um so den Köderfisch verführerisch präsentieren zu können. Der Abend brach an und noch bevor es dunkel wurde schepperte es und nach spektakulärem Drill fand sich ein Wels im Schlauchboot wieder, der die Zwei-Meter-Marke nur um Haaresbreite verfehlte. Genau wie am Vorabend dauerte es nicht lange, bis die nächste Rute in die Knie ging und zwar diese, welche ich zuvor umgelenkt hatte. Während des Drills war uns sofort klar, dass es sich auch dieses Mal wieder um einen guten Fisch handeln musste. Nach einigen heftigen Fluchten und einem kräfteraubenden Drill, zog ich einen 2,30er per Wallergriff ins Boot, welcher wie alle anderen Fische kugelrund war. Aufgrund der vergangenen Wetterkapriolen hatten die Welse eine lange Fressphase hinter sich. Dies spiegelte sich in jedem Drill wieder, denn die Fische waren voller Kraft und lieferten Power-Drills ab!
Am darauffolgenden Tag wechselten wir fast jeden Tag den Platz und überall spiegelte sich das selbe Bild wieder, indem oftmals am frühen Abend ein Doppelschlag auf uns wartete. Nach Ablauf der ersten Woche beruhigte es sich mit dem Beißverhalten und für zwei Tage sah es nicht gut aus, was sich allerdings Anfang der zweiten Woche schon wieder ändern sollte. So konnten wir unser Wallerkonto weiter nach oben schrauben und die grenzenlose Sonne mit Temperaturen von teilweise über 20°C, Anfang März wohl gemerkt, genießen.

Waller-Welt - Service der Extraklasse in allen Situationen!

Am liebsten hätten wir die Zeit gestoppt, allerdings musste irgendwann auch wieder die Heimreise angetreten werden, da meine Guidingtouren nach Nordfrankreich, sowie Deutschland in den Startlöchern standen und dafür noch ein paar letzte Details organisiert werden mussten. So ging es nach 13 erfolgreichen Tagen zurück in die Waller-Welt, wo eine Hiobsbotschaft auf uns warten sollte. Mit dem Boot am Steg angekommen, wollte ich Auto und Trailer vorfahren, um das Boot für den Rückweg startklar zu machen. Dies endete, als ich gerade den Trailer ankuppeln wollte und meinen Augen nicht traute, als ich einen Platten bemerkte. Natürlich hat man in so einer Situation kein Reserverad dabei, weil der Platz nun mal für Tackle herhalten muss. Gut das Markus Eule gerade vorbei schlich, so dass wir uns sofort über das Problem austauschen konnten.
Es dauerte keine fünf Minuten da fuhr er mit einem Stapler vor, hob den Trailer an und montierte das defekte Rad ab. Das ist ein Service, wie ich ihn noch nie zuvor erlebte, denn anschließend sagte Markus, "Trinkt euch ein Kaffee, ich bringe das Rad eben zu einem Reifenhändler!"
Im nu war er auch schon wieder da und teilte uns mit, dass nach maximal einer Stunde wieder alles einsatzbereit sei. Während wir Ordnung im Boot schafften und es auf Vordermann brachten, stand Markus auch schon wieder hinter uns. Reifen ist fertig und am Trailer dran montiert. Wir schauten uns an und fragte nach den Kosten, die Antwort von Markus war ganz kurz und trocken, "Nix, passt schon!" Da waren wir erst mal baff.
Nachdem alles gepackt war ging es unter die Dusche und in dem ansässigen Restaurant der Waller-Welt, schlugen wir uns noch einmal so richtig den Bauch voll. Die Portionen waren riesig und die Preise klein, wobei wir noch Rabatt bekamen, aufgrund des Camp Aufenthaltes. Dazu erhielten wir von Markus Eule eine Rabattkarte, welche wir übrigens mitnahmen und uns bei seinen Partnern Vergünstigungen einbringt. Dazu gehören unter anderem verschiedene Angelläden, sowie Online Shops.
Weiterhin ist in der Waller-Welt mit Jan Klösch ein Guide angestellt, welcher den Fluss vielleicht so gut kennt, wie kein zweiter. Deswegen sahen wir ihn auch meistens nur kurz, weil er mit seinen Gästen immer hart am Fisch war. Ein kleines Beispiel hierzu ereignete sich, als wir am Platz saßen und Jan mit seinem Gast an uns vorbei rauschte. Ein kurzer Gruß und dann war er auch schon auf und davon. Es dauerte nicht mal eine Stunde, da sah ich auf meinem Handy ein Facebook-Post von Markus Eule, dass wohl ein guter Fisch rauskam und das am helligten Tag, nach nur so kurzer Angelzeit. Die Bilder die folgten, zeigten einen 2,56er in seiner vollen Pracht und neben Jan noch den glücklichen Fänger.

Waller-Welt - Eine geile Wallertour in einem noch geileren Camp!

Wir ließen die vergangenen Tage nochmals Revue passieren und machten uns auf den Heimweg. Alles in allem wurden meine Erwartungen im Bezug auf die Waller-Welt und Markus Eule weit übertroffen und ich kenne kein einziges Camp, welches auch nur Ansatzweise an die Waller-Welt herankommt.
Mit Markus und Jan zwei super Typen, ein sauberes und gut organisiertes Camp, mit allem was man sich wünscht. Selbst wenn ich länger drüber nachdenke, fällt mir nichts ein, was vielleicht verbesserungsbedürftig ist. Für Leute ohne Boot, gibt es super Leihboote und das komplette Programm der Waller-Welt gibt's zu wirklich bezahlbaren Preisen. Einfach nur Top und ein ganz dickes Dankeschön noch einmal Markus und wir kommen 100%ig wieder!
 

Schleimige Grüße wünscht euch
Ruwen Koring

(Wallerteam Catfish-Hunters & Team Black Cat)


Ein kleiner Bilderauszug der Tour:


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Waller Welt, das Fishing Center am Po!