Waller Workshop auf NORDisch

Waller Workshop im Norden Deutschlands!

Im November verlosten wir vom Team Catfish-Hunters einen Waller-Gutschein unter den Teilnehmern des Mepo-Brandungscups 2015. Dieser Gutschein bestand aus einer Wallertour über ein gesamtes Wochenende, bei der es zum einen um die Praxis, wie beispielsweise den Wallerdrill sowie die Fischversorgung gehen sollte und zum anderen um die Theorie, wie zum Beispiel die Grundlagen diverser Wallermethoden bzw. Montagen. Wir stellten natürlich sämtliches Black Cat Tackle sowie ein Boot zur Verfügung, so dass die Teilnehmer für die erste Begegnung mit dem größten einheimischen Raubfisch bestens gerüstet waren. Jürgen und Juri sollten schließlich die glücklichen Gewinner sein, die sich für das Wochenende vom 15.07.2016 bis zum 17.07.2016 entschieden und sich als Wunschgewässer einen Fluss im Norden Deutschlands aussuchten. Jens Reitler, der ebenfalls im Norden heimisch ist, und ich sind ein eingespieltes Team, so dass wir die Tour ausgiebig planten, damit wir bestens auf die Gäste vorbereitet waren.

Tag 1 des Waller Workshops - der Startschuss!

Für unsere beiden Waller-Neulinge war es ein Abenteuer, bei dem sie zuerst nicht recht wussten, was sie erwarten würde. Nach Ankunft legten sie umgehend mit dem Feederfischen los, um schnell Köderfische zu beschaffen, die natürlich eine Grundlage für ein erfolgreiches Wallerfischen voraussetzen. Dies gestaltete sich allerdings aufgrund der Grundelplage sehr schwierig, aber dennoch konnten sie immer wieder die eine oder andere Brasse aus den Grundelschwärmen herausfiltern. Zusätzlich hatte ich mein Radical-Karpfenequipment dabei, um entweder ein paar große Brassen oder den einen oder anderen Karpfen überlisten zu können. Nachdem die Karpfenruten platziert wurden, hieß es gemeinsam die Wallerruten startklar zu machen, wobei wir Jürgen und Juri genau erklärten, worauf es bei guten Wallergerät ankommt.
Anschließend knüpften wir zusammen die Wallermontagen und gingen natürlich auf die Einzelheiten des kompletten Wallerzubehörs ein. Nach einer kurzen Rundfahrt, bei der wir das Fressverhalten der Welse erklärten, fuhren wir nacheinander die Wallermontagen samt Köder aus. Dies machten wir hauptsächlich in zweier Teams, während immer ein Gast mit im Schlauchboot war, hielten die anderen beiden die Stellung am Angelplatz selbst.
Während des Setzens der Köder, krachte es auch schon wie aus dem nichts an einer Wallerrute, die knapp 250m flussauf mit der Unterwasserposenmontage umgelenkt wurde. Der Anhieb ging leider ins Leere, aber dennoch machte dieser furiose Beginn Hoffnung auf weitere Aktivitäten, die allerdings in der ersten Nacht ausblieben.

Tag 2 des Waller Workshops - der Heilbutt, der zum Waller wurde!

Am Morgen sauste plötzlich eine der Karpfenruten los, wo ein wunderschöner Schuppenkarpfen den „Yellow Zombie“ Boilie nicht wiederstehen konnte. Nach kurzem, aber spannenden Drill, lag der Schuppi schließlich im Kescher und konnte sich anschließend in seiner vollen Pracht vor der Kamera präsentieren.
Den Tag verbrachten wir wiederum mit dem Feedern, sowie dem Fachsimpeln zu diversen Wallermethoden und generell über das Wallerangeln. Zur Stärkung gab es zwischendurch immer wieder Bratwürstchen und diverse Fleischsorten, so dass der Pfanne eigentlich nie kalt wurde. Hierbei sorgten Anekdoten verschiedenster Wallersessions aus der Vergangenheit für etwas Heiterkeit.
Jetzt hieß es allerdings ran an die Arbeit und die Wallerruten wurden erneut scharf gemacht. Der Abend begann und die Waller gerieten etwas besser in Beißlaune, als plötzlich ein kräftiger Biss die Black Cat Freestyle erschüttern ließ. Jürgen setzte den Anhieb und sprang ins Schlauchboot! Da der Biss wiederum flussauf erfolgte, ließ sich der gehakte Wels wie gewöhnlich mit der Strömung treiben, so dass wir sehr schnell mit dem Boot über ihm waren und der eigentliche Drill beginnen konnte. Jürgen, hauptsächlich ein Meeresangler, pumpte kräftig und meinte mit verzerrter Miene, „Das ist ja wie beim Heilbuttangeln!“ Nach einigen Minuten zeigte sich der Fisch erstmals an der Oberfläche, tauchte aber schnell wieder ab und nach weiteren Fluchten konnte ich schließlich das Vorfach greifen. Ich gab dem Wels einen Klaps auf den Kopf, vergaß allerdings Jürgen vorzuwarnen, was anschließend passieren würde. Der Wels setzte natürlich nochmals zu einer brachialen Flucht an, schoss nach unten und knallte dabei mit einem kräftigen Schwanzschlag vor meinen Arm sowie das Schlauchboot. Jetzt dauerte es nicht mehr lange und ich konnte den Urian schließlich per Wallergriff in das Boot ziehen. Ein toller Wels lag vor uns und die Freude war riesengroß, als wir sahen, dass er die Zwei-Meter-Marke knackte.
Insgesamt konnten wir an diesem Abend mehrere Wallerbisse verzeichnen und nach dem zurückliegenden Erlebnis ging es für uns vorerst auf die Karpfenliegen, um unseren wohlverdienten Schlaf nachzukommen.

Tag 3 des Waller Workshops - ein fischreicher Abschluss der Wallertour!

Unerwartet ruhig verlief die restliche Nacht und somit wachten wir mehr oder weniger ausgeruht gegen 8 Uhr auf. Unser Waller-Workshop neigte sich dem Ende und wir fingen langsam an, das Tackle zusammen zu räumen, als doch noch eine Posenmontage ungewöhnliche Aktivitäten veranstaltete. Unser Gedanke, ob uns gleich ein Biss erwarten würde, war schnell verflogen, als die Pose abtauchte und die Battle-Cat Buster Wallerrute sich krümmte. „Juri, schlag an!“ rief ich, aber er suchte erst noch halbverschlafen seine Schuhe. Knappe zwanzig Sekunden später raste er dann doch aus dem Zelt, setzte den Anhieb und begab sich zum Drillen ins Schlauchboot.
Ein relativ kurzer Kampf stand und bevor und einige Zeit später konnten wir den Wels sicher landen, der zwar kein Riese, aber trotzdem ein weiterer schöner Deutschland Waller war.
Während wir mittlerweile alle Wallerruten verpackt hatten, sollte es eigentlich mit den Karpfenruten weiter gehen, als plötzlich ein Dauerpfeifton eine kurze Planänderung brachte. Schnell war die Karpfenrute aufgenommen und der Drill begann. Nach mehreren Fluchten konnten wir dieses Mal einen Spiegelkarpfen auf der Habenseite verbuchen, der wiederum einen „Yellow Zombie“ Boilie nahm und unser letzter Fisch der Tour sein sollte.
Alles in allem waren Jürgen sowie Juri mehr als zufrieden und zum Abschluss ließen wir die kurze Zeit nochmals Revue passieren. Neben den tollen Fängen, war es eine Zeit, in der wir sehr viel zu lachen hatten, so dass der Spaßfaktor kaum zu übertreffen war.
In diesem Sinne gilt es von Jens und mir nochmals ein dickes Dankeschön an die beiden auszusprechen, denn auch uns hat diese Wallertour eine Menge Freude bereitet.

schleimige Grüße wünscht euch
Ruwen Koring
(Wallerteam Catfish-Hunters & Team Black Cat)

 

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