Waller-Welt reloaded! Herbsttour zum Po!

Der Herbst ist da, was für uns ein Wiedersehen mit der Waller-Welt bedeutet!

Oktober ist Bolle-Time am Po und so führte uns die Herbsttour auch dieses Jahr wieder in die Waller-Welt von Markus Eule. Drei Tage eher als geplant ging es für Corinna und mich Richtung Italien, da mein Skiff nach einigen Jahren des Wallerfischens ausgedient hatte und ein nagelneues Mext Boot auf mich wartete. Die Extratage benötigten wir für den Umbau des Mext Bootes, um es genau auf meine Bedürfnisse abzustimmen.
Daher verbrachten wir die erste Nacht im Camp und erholten uns von den Strapazen der Anreise. Am frühen Morgen nahm ich als erstes die aktuellen Bedingungen des Flusses unter die Lupe, mit der Feststellung, dass das Wasser noch sehr braun von der vergangenen Hochwasserperiode war. Allerdings sank der Pegel relativ schnell und ich hatte die Vermutung, dass wir nur noch die kommende Nacht richtig gute Verhältnisse vorfinden und sich die Fische nach ihrem "Hochwasser-Fressrausch" zur Ruhe legen würden. Also hielten Corinna und ich Rücksprache, mit dem Ergebnis, dass wir uns für eine Schlauchbootnacht entschieden.

Eine Nacht der Qualen stand uns bevor!

Gesagt…Getan… und so fanden wir uns kurze Zeit später an einem verschlammten Steilhang wieder. Nur mit dem nötigsten Tackle ausgerüstet, fixierten wir die Rutenhalter im Hang, legten die Wallermontagen an erfolgsversprechenden Plätzen ab und platzierten uns mit einem Thermoanzug bekleidet im Schlauchboot. Dieses diente uns als Auslege-, sowie Drillboot und als Bett. Es sollte eine harte Nacht auf uns zukommen, voller Schmerzen durch den harten Aluboden. Es wurde bitterkalt und wir hatten keinen Platz uns auch nur annähernd zu bewegen, geschweigendenn mal auf die andere Seite zu drehen. An Schlaf war nicht wirklich zu denken und so wurde es nach einer brutalen Nacht endlich hell, ohne auch nur einen einzigen Biss verzeichneten zu können. „Schei…!“ dachte ich mir, „Auf diese Strapazen hätten wir auch verzichten können!“
Gegen 9 Uhr redete ich mir irgendwie einen Biss ein, weil die Rutenspitze minimal zuckte. Vielleicht wünschte ich mir auch nur eine Entschädigung für Corinna, weil sie wieder mal meine verrückten Ideen tolerierte. Das leichte Ruckeln hörte nicht auf, wobei ich eher an den Köderfisch dachte, als an einen Welsbiss. Zur Sicherheit nahm ich die Rute in die Hand und verließ mich auf meinen Spürsinn, bis ich merkte, dass es sich um einen Wels handeln musste. Kein Großer, aber immerhin Zielfisch. Ich drückte Corinna das Arbeitsgerät, in Form der Black Cat "The Cat 2", in die Hand und nach dem Anhieb setzten wir uns mit dem Schlauchboot über den Fisch. Irgendetwas war faul! Die Rute war plötzlich zum Halbkreis gebogen und Corinna stemmte sich mit beiden Armen in die brachialen Fluchten des Welses, damit sie nicht über Bord ging. 
Nach endlosen Minuten zeigte sich der Fisch mit seinem mächtigen Körper erstmals an der Oberfläche und ein echter Gigant kam zum Vorschein. Irgendwann erreichte ich das Vorfach, konnte zum Wallergriff ansetzen und ein Fisch jenseits der Zwei-Meter-Marke lag in unserem „Bett“!
Im wahrsten Sinne des Wortes lag eine wahnsinns Nacht hinter uns, die letztendlich doch mit einem Happy End gekrönt wurde. In einer Sache waren wir beide uns allerdings einig, und zwar die nächste Nacht wieder im Camp zu verbringen, bis das neue Mext Boot eintreffen sollte.

Luxus im Bezug auf ein Wallerboot? Geht nicht? Doch, Mext Boote machen es möglich!

Nach einer erholsamen und entspannten Nacht, war der Tag endlich gekommen, an dem mein neues Bolle-Boot eintreffen sollte. Vorher erhielten wir allerdings erst einmal Verstärkung. Unsere beiden Teamkollegen Timo und Jens erreichten am frühen Morgen die Waller-Welt und bei einem Kaffee besprachen wir unsere Teamtaktik für die kommenden Tage. In der Regel fischen wir in zwei Teams jeweils vom Boot auf ca. ein Kilometer Flussstrecke, so dass man sich schnell aushelfen kann, falls Probleme auftreten oder ein Foto-Shooting ansteht.
Jetzt halfen Corinna und ich den beiden ihr Boot, sowie das Tackle startklar zu machen, da wir erstens ausgeschlafen waren und zweitens mein Boot noch nicht da war.
Gegen Nachmittag stärkten wir uns mit einem üppigen Mittagsmenü in dem Restaurant der Waller-Welt und plötzlich rollte das neue Bolle-Boot an! Ich kann euch sagen, "Ein Traum von einem Wallerboot!" Jetzt hieß es zuerst eine Probefahrt machen, ob auch alles einwandfrei funktionierte. Das tat es und das Angeln geriet vorerst in den Hintergrund, denn die erste Fahrt war einfach nur der Wahnsinn. Mit einer Länge von exakt 6,24m und einer Breite von 2,21m lag das Boot wie eine Insel im Wasser, selbst wenn andere Boote mit Vollgas an uns vorbei heitzten, wie es sich später herausstellte. Kaum ein Schaukeln und auch kein Glöckchen gebimmel, wie ich es von meinem alten Boot her kannte. Durch die wasserdichten Staukästen war zudem jede Menge Platz im Boot, da ich wirklich restlos alles verstauen konnte, was ich auf einer zweiwöchigen Tour benötigte. Rein gar nichts nahm Platz im Boot weg!

Es folgte eine schleimige Nacht, in der jeder von uns drillte!

Jetzt half uns Markus Eule noch schnell die Vorrichtungen für das Black Cat Bootszelt anzubringen und die erste Nacht konnte beginnen. Auf dem 2,20m langen Deck schlugen Corinna und ich unser Nachtlager auf und wollten die Ruhe genießen. Daraus wurde vorerst nichts, denn "The Cat 2" stand wie aus dem Nichts krumm im Halter und ehe wir uns versahen, befanden wir uns mit dem 3,20er Mission Craft über dem Fisch. Nach einigen Minuten konnte ich den Wels sicher landen und somit den ersten Fisch des neuen Bootes verzeichnen. Die restliche Nacht war allerdings ruhig, so dass wir unsere "Kuschel-Ecke" auf dem Bootsdeck voll und ganz genießen konnten.
Am frühen Morgen kontaktierte ich Timo und Jens, wie die zurückliegende Nacht bei ihnen verlief. "Sehr gut!" bekam ich als Antwort, denn beide konnten jeweils einen guten Fisch auf die Matte legen.
Das Wasser befand sich weiterhin im freien Fall und so befischten wir die Standplätze der Welse. Das funktioniert prima und gerade auf die Art und Weise lassen sich immer wieder die Großwelse überlisten. Also peilten wir jeweils zwei solche Plätze an, die sich schräg gegenüber befanden, so dass wir wieder in unmittelbarer Nähe zueinander fischten. Die Beschaffenheiten waren fast identisch, da das Steilufer mit der stark abfallenden Kante durch den Fahrrinnenverlauf die Seite wechselte.
Vorerst musste sich das neue Black Cat Bootszelt beweisen, da Regen einsetzte, der uns die nächsten Tage erhalten blieb. Hierzu kann ich nur sagen, dass ich noch nie auf einer Wallertour so trocken geblieben bin, wie dieses Mal. Das Black Cat Bootszelt hielt komplett dicht und es kam kein einziger Regentropfen ins Zeltinnere.
Zurück zum Wallerfischen... Unsere Taktik ging auch in den Folgetagen sehr gut auf und wir konnten immer wieder unsere Black Cat Ruten strapazieren und diverse Waller auf die Abhakmatte legen.

Nach einem Produktvideo schrotteten wir uns den Echolotgeber! Shit happens... 

Apropos Abhakmatte... Mit im Gepäck hatten wir eine weitere Black Cat Neuheit, und zwar die BC Wiege- und Transportmatte. Ein geniales Teil, was uns das Handling mit den Großwelsen um einiges vereinfachte. Dazu haben Timo und ich vor Ort ein Produktvideo gedreht, das ihr euch <<hier>> ansehen könnt. Wir waren mit dem Dreh gerade fertig und wollten zu unseren verankerten Booten zurückkehren, da gab es einen lauten Knall unter dem Schlauchboot! Auf der Suche nach dem Fehler stellten wir fest, dass dem Boot glücklicherweise nichts passiert war. Dafür hatte allerdings die Geberstange des Echolotes einen Totalschaden! Nach dem Starten des Außenborders verdrehte sie sich, so dass sie voll in die Motorschraube geriet. Das Resultat war, dass das Kabel direkt am Geber abgetrennt wurde und die ehemals gerade Stange eine krasse Krümmung in L-Form aufwies. Mit Jens haben wir allerdings ein "Bauer" im Team, der irgendwo im Norden auf dem Land wohnt und sozusagen mit einem Hammer, wie er immer wieder betonte, alles hinbekommt. Naja, einen Hammer benötigte er nicht, aber mit Sekundenkleber, zwei Zangen, Messer, Schrumpfschlauch, Hakentube und Wasserkocher bekam er das Teil nach über einer Stunde wieder voll funktionstüchtig. Dazu nochmal Respekt von meiner Seite, denn der Kabel war quasi aus dem Geber herausgerissen und es gab keine Möglichkeit diesen zu öffnen!

Eine erfolgreiche Tour in der Waller-Welt ging leider wieder zu Ende!

Die letzten Tage der Tour brachen an, an denen uns die verschleimte Kleidung treu blieb. Für Corinna und mich war am Donnerstag die Tour leider auch schon vorbei, weil wir am Freitag Morgen zum BC Teammeeting erwartet wurden. Timo und Jens hatten dafür noch zwei weitere Tage vor sich, an denen sie neue Plätze ausprobierten.
Alles in allem waren wir mit der Tour hochzufrieden, da wir einigen Welsen unser Schlauchboot von Innen zeigen konnten und zudem jeder gleichermaßen drillte.
Zusätzlich war für mich persönlich mein neues Mext Boot ein großes Highlight, weil ich es nicht für möglich gehalten habe, dass es das perfekte Wallerboot gibt. Jetzt wurde ich vom Gegenteil überzeugt und ich freue mich schon auf weitere Trips mit meinem Bolle Boot, da es ein wahres Luxus-Angeln ist! Wir freuen uns schon auf das Frühjahr, wenn wir wieder bei unseren Freunden zu Gast sind! Dann wird es allerdings erst einmal in die Waller-Welt 2.0 gehen, die Anfang 2016 eröffnet wird. Zu dem neuen Camp werden wir natürlich einen umfassenden Bericht veröffentlichen. Ihr könnt gespannt sein, denn das neue Camp liegt in einem nahezu unbefischten Gebiet und die Testfischen im Vorhinein waren mehr als vielversprechend!

Schleimige Grüße wünscht euch
Ruwen Koring

(Wallerteam Catfish-Hunters & Team Black Cat)


Ein kleiner Bilderauszug der Tour:



 

 

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