Welsangeln am Po - Eine atemberaubende Wallertour!

Rückblick, es ist Donnerstag der 6. April gegen 22 Uhr und ich erreiche mit Corinna die Stadt Elchingen in Bayern, wo wir am darauffolgenden Tag Stefan bei einem Waller-Workshop unterstützen werden. Die vergangenen elf Angelnächte in der Waller-Welt stecken mir allerdings nicht nur in den Knochen, sondern auch das Erlebte spielt sich immer wieder vor meinem inneren Auge ab. Ich fühle mich wie in Trance, als ich die Autotür öffne und den Veranstalter des Events, Markus Kleen, begrüße. War alles nur ein Traum? Nein, die Bissspuren an meinen wunden Händen beweisen mir das Gegenteil.
Von Anfang an... Sonntag den 26. März kamen wir in der Waller-Welt in Borgoforte an, wo wir die nächsten Tage nicht nur unsere schleimigen Freunde überlisten, sondern auch das eine oder andere Black Cat Produkt testen wollten. Im Handumdrehen war mein Mext-Boot startklar und mittels des Krans zu Wasser gelassen, so dass wir schnell in ein neues Abenteuer starten konnten.

Wir standen beim Welsangeln am Po vor der Entscheidung, flach oder tief Angeln?!

Wir schnappten uns noch ein paar Steine und Köderfische, die in der Waller-Welt immer vorrätig sind, so dass wir uns das lästige Suchen von Abrisssteinen sowie das Fangen von Köderfischen erst einmal ersparen und gleich durchstarten konnten. Allerdings standen wir jetzt vor der Entscheidung, wo uns der Weg hinführen sollte. Im Camp hörten wir zwar immer wieder, dass ein Versuch an den flachen Sandbänken mit den Abrisskanten am erfolgversprechendsten sein würde und trotzdem zog uns mein Gefühl in tiefe Naturuferbereiche und Steinpackungen. War diese Entscheidung ein Fehler? Der Reihe nach...
Während ich das Mext-Boot an eine Baumkrone navigierte, die etwas aus dem Wasser ragte, schnappte sich Corinna das Seil und befestigte das Boot an den herausragenden Ästen. Den Platz habe ich bereits die vergangenen Jahre immer wieder mal befischt und konnte dort gute Welse überlisten, so dass mir eine Angelnacht nicht verkehrt erschien.
Ich bereitete die Wallermontagen vor und montierte ein Teil mit den neuen EVA Float Unterwasserposen, die mich Tage später noch ins Grübeln bringen sollten.
Nach und nach legten wir die Köder punktgenau an weitere versunkene Bäume ab und machten es uns auf dem Boot bequem, es sollte allerdings nicht lange dauern, bis die Ruhe vorbei war und der Wahnsinn seinen Lauf nehmen sollte.

Der "Waller Wahnsinn" nahm beim Welsangeln am Po seinen Lauf!

Während ich immer noch meine Entscheidung hinterfragte, stand auch schon wie aus dem Nichts die erste Freestyle Wallerrute krumm im Bootsrutenhalter und die neuen Big Bells Wallerglocken zeigten mir zuverlässig den Biss an. Das verwunderte mich auch nicht weiter, da ich diese Glocken bereits seit knapp zehn Jahren fische und bis dato noch nicht ein Biss überhört habe. Der Drill hatte es in sich und nach einem fulminanten Kampf war der Anfang gemacht und gleich die zwei Meter Marke gebrochen. So konnte es weitergehen und das tat es auch, denn am frühen Morgen forderte uns der nächste Gigant heraus. Es war wirklich ein Auftakt nach Maß und die beiden großen Fische kamen auf die EVA Floats. War es Zufall, dass die Welse auf diese Montagen bissen? War es Glück, dass die tiefen Bereiche von sechs bis acht Metern Fische brachten?
Wir ließen es drauf ankommen und entschieden uns denselben Platz weiter zu befischen. Als uns schließlich um 13 Uhr der nächste Bartelträger herausforderte, war uns klar, dass wir eine sehr gute Strategie verfolgten.
Die restliche Woche bot sich uns ein identisches Schauspiel, das uns fast vom Glauben abkommen ließ und wir konnten viele Welse zum Fotoshooting einladen.
Jetzt war es allerdings erst einmal so weit und es stand ein Platzwechsel, nach meinem wohl längsten Aufenthalt an einer Stelle, an. Vorher ging es noch in die Waller-Welt, wo wir uns ausgiebig duschten, so dass es mit völliger Frische in die nächsten Nächte gehen konnte.

Ein Wiedersehen mit alten Bekannten beim Welsangeln am Po in der Waller-Welt!

Im Camp traf ich zudem einen alten Bekannten wieder, den ich vor gut zwei Jahren in der Waller-Welt kennen lernte. Benni half mir damals mit seinem Kumpel meinen Bootsmotor auf dem Wasser zu reparieren, da ich ansonsten ein großes Problem gehabt hätte. Dieses Mal war Thomas seine Begleitung und wieder sollte nicht alles ganz glatt gehen, doch diesmal umgekehrt, so dass ich mich für damals revanchieren konnte.
Zuerst machten Corinna und ich uns auf den Weg zu einem neuen Platz. Unser Ziel war hierbei, die Strategie nicht großartig abzuändern, sondern ähnliche Tiefenbereiche und Strukturen weiter zu befischen. In mein Hauptaugenmerk geriet eine Steinpackung, die mir auch nicht unbekannt war und wo wir das Boot anlegten.
Schnell waren die Wallerruten einsatzbereit und die Ausleger an den Bäumen befestigt, so dass wir nach und nach die Montagen ablegten. Mein Hintergedanke bei der Angelei in der Steinpackung war folgender... Rapfen gehören wohl zu der beliebtesten Nahrungsquelle des Welses und im oberen Drittel der Steinpackung geht dieser Leckerbissen oftmals selbst auf Raubzug nach Kleinfischen. Ich vermutete dort große Rapfenfresser und legte daher ein Teil der Wallermontagen unterhalb der Steinkante und suchte mir Plateaus in der Packung, die oft auf nicht mal der halben Tiefe zu finden sind.
Der Abend brach herein und wie auch die Woche zuvor meldete sich gleich ein großer Wels an einer der Wallerruten. Ein spannender Drill in der Hauptströmung entstand, bei dem das bessere Ende auf meiner Seite lag. Schließlich konnte ich zum Wallergriff ansetzen und den Koloss ins Mission Craft Schlauchboot hieven.
Der nächste Großwels war also gebändigt und wieder kam der Biss auf die EVA Float, so dass ich zu diesem Zeitpunkt schon sagen konnte, dass diese speziellen Unterwasserposen eine wahnsinnig hohe Anziehungskraft auf große Fische ausüben - warum auch immer, diese kleinen Teile waren einfach genial...
Weiter ging es und Thomas unterstützte uns bei der Fotosession. Die folgenden Tage verliefen allerdings anders als gewohnt, denn der Motor des Schlauchboots von Benni und Thomas gab den Geist auf und musste zur Reparatur in die Werkstatt. Damit die Jungs normal weiter fischen konnten, half ich ihn mit meinem Boot beim Setzen ihrer Montagen und beim Wechseln des Platzes, was für mich selbstverständlich war und ich mich zudem für damals nochmals revanchieren konnte.

Welsangeln am Po, das Beißverhalten der Welse war ein Phänomen!

Nachdem wir tagsüber zuerst bei Benni und Thomas die Köder auslegten, brachte ich anschließend mit Corinna wieder unsere Montagen aus, was zur Schwerstarbeit werden sollte, denn ehe alle Montagen im Wasser waren, hielten uns die Welse auf trapp und wir konnten noch vor Mitternacht ein Triple toller Bartelträger überlisten.
Ein Fight nach dem anderen stand uns bevor und die Freestyle Boat zeigte trotz ihrer filigranen Konstruktion ihr wahnsinnig starkes Rückgrat. Die letzten drei Nächte ließ das brutale Beißverhalten etwas nach, so dass wir uns weitere Fische erarbeiten mussten. Trotzdem war es alles in allem eine atemberaubende Wallertour in die Waller-Welt, die mir völlig durchgeknallt sowie verrückt erschien. Die Welse ließen uns kaum eine Verschnaufpause und das neue Material, ganz besonders die EVA Unterwasserposen machten mehr als souverän ihren Job.
Die schönen Tage waren mal wieder viel zu schnell vorbei und wir mussten uns vorübergehend von dem schönsten Gebiet Italiens trennen und mit Wehmut den Rückweg antreten. Jetzt ging es mit schmerzenden Händen Richtung Elchingen, wo der Waller Workshop mit Stefan und seinen Gästen anstehen sollte. Donnerstagabend trafen wir uns schließlich mit Timo Waschitzki im Hotel, der das gesamte Event begleiten sollte, und wir ließen den Abend ausklingen, ehe am nächsten Tag ein straffer Tagesplan anstand. Wir nahmen die Gäste in Empfang, erklärten und setzten mit ihnen die Wallermontagen, ehe Stefan am Abend eintraf. Nach einem kurzen Dinner und wenigen Stunden Schlaf ging es für Corinna und mich auch schon wieder weiter, da wir gegen halb neun morgens in Neumarkt zur Wallermesse bei Fisherman's World erwartet wurden. Nachdem wir dort tolle Leute am Samstag und Sonntag kennenlernten, nette Gespräche führten und fachsimpelten, traten wir letztendlich um 18 Uhr die letzten 520km Heimreise an!

schleimige Grüße wünscht euch
Ruwen Koring
(Wallerteam Catfish-Hunters & Team Black Cat)

 

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