Mepo-Cup 2017 im Brandungsangeln

Vor dem Mepo-Cup veranstalteten wir ein Testangeln, um uns einen Überblick zu verschaffen

Am ersten Freitag im November stand für uns wie jedes Jahr der Mepo Cup im Brandungsangeln auf dem Plan. In erster Linie geht es uns bei diesem Gemeinschaftsangeln um Spaß und dem Wiedersehen mit alten Bekannten. Trotzdem wollen wir natürlich eine Platzierung im oberen Drittel erreichen, wo neben viel „know how“ auch eine Portion Glück dazugehört, da schließlich auch die Crème de la Crème der Brandungsszene dort vertreten ist.
Wir starteten dieses Mal mit drei Teams. Während Timo Waschitzki mit André Krafthöfer ein Tandem bildete, hieß mein Teamkollege wie auch in den letzten Jahren Jens Reitler. Zudem bildeten mein Bruder Christian und Vater Reinhold ein Team, so dass wir voller Vorfreude bereits ein paar Tage vorher anreisten, um uns ein Bild von der aktuellen Lage zu machen.
Der Zielpunkt hieß Heiligenhafen, wo wir schließlich auf dem Festland ein Testangeln durchführten. Am Weißenhäuser Strand konnten wir tolle Plattfische auf die Schuppen legen, die mit einem Durchschnitt von 40cm eine gute Größe darstellten. Das machte uns Mut für den bevorstehenden Cup. Zudem gingen uns zwei Meerforellen an den Haken, ehe mit Einbruch der Dämmerung die kleinen Dorsche aktiv wurden.

Auf ging's zum Mepo-Cup im Brandungsangeln

Am Freitag war es dann endlich soweit und wir trafen uns am frühen Morgen mit dem Veranstalter Torsten Petersen, da wir ihm beim Ausstecken der Sektoren unterstützten. Wir steckten die nummerierten Startplatzschilder an den Sektoren Weißenhäuser Strand, Bojendorf und Püttsee aus, wodurch wenige Stunden später jeder Angler sofort sein Angelplatz vorfinden konnte. Weitere Sektoren waren Datzendorf, Altenteil und Teichhof, so dass die Angler letztendlich auf sechs Strände vom Festland bis auf die Insel Fehmarn verteilt wurden. Anschließend ging es zur Startkartenvergabe, die um 13.30 Uhr startete.
Ich agierte für unser Team als Losfee, was für uns später Bojendorf bedeuten sollte, während es Timo sowie André nach Altenteil und unser drittes Team nach Teichhof verschlagen sollte. Mit Bojendorf war unsere Freude zwar begrenzt, allerdings hatten Jens und ich bereits 2014 eine gute Erfahrung dort gemacht, als wir den zweiten Platz in diesem Sektor belegen konnten.

Jens und ich legten ein Start nach Maß im Sektor Bojendorf hin

Auf ging es zum Strand, wo wir die Brandungsdreibeine aufstellten und die Brandungsruten startklar machten. Mit Jens habe ich einen tollen Werfer im Team, der sein Brandungssystem dort hinwirft, wo andere mit dem Boot zum Angeln hinfahren. So ergänzen wir uns super, da wir auf unterschiedlichen Entfernungen nach den Zielfischen suchen können.
Um 16 Uhr fiel der ersehnte Startschuss und die Brandungsvorfächer samt Wattwürmer machten sich auf die Reise zum Meeresgrund. Es dauerte nur wenige Minuten, als sich an meinen World Champion Surf Masterpiece Ruten die ersten Aktivitäten zeigten. Der Anhieb saß und die erste Doublette untermaßiger Dorsche kam zum Vorschein. Wenn das so weiter gehen sollte, dann würde es sehr schwer werden, an die Plattfische zu gelangen. Prompt sah ich Jens im Drill und er konnte mit einer tollen Scheibe den ersten Plattfisch und somit auch die ersten Punkte an Land ziehen. Das machte mir Hoffnung. Sekunden später dann das Déjà-vu Erlebnis. Ich plagte mich mit den kleinen Dorschen rum, während Jens die nächste Flunder an Land zauberte.
So ging es weiter und er konnte in den ersten 90 Minuten vier Plattfische in die Wertung bringen, ehe ich mit einer Kliesche nachlegte. Jetzt hatten wir im Doppel mit den kleinen Dorschen zu kämpfen, ehe im Dunkeln bei Jens wieder ein guter Teller am Brandungssytem hing. Sechs Fische, ob das für uns reichen würde? Also probierten wir noch einmal alles, ehe ich zehn Minuten vor dem Ende Flunder Nummer sieben landen konnte. Schließlich war das Angeln vorbei und unsere Rückenschmerzen deuteten auf einen großen Kampf hin. Der Ordner kam letztendlich zum Messen vorbei und teilte uns mit, das wir bis dato den Sektor führen würden. Ein gutes Zeichen. Von unseren anderen Teams hörten wir bis dato nicht allzu viel, da auch sie einige Wertungsfische vorweisen konnten und um die vorderen Plätze mit kämpften.

André & Timo mussten beim Mepo-Cup im Sektor Altenteil antreten

Als André und Timo ihren Startplatz am Strand erreichten guckten sie sich aufgrund der starken Konkurrenz nur unglaubwürdig an. Dennoch gaben sie nicht klein bei und entschieden sich für die Variante „Attacke und Vollgas“.
Pünktlich mit dem Startschuss feuerten ihre Brandungssysteme auf verschiedenen Weiten in die schier endlos vor ihnen liegende Ostsee in Richtung Dänemark. Sie suchten in Entfernungen zwischen ungefähr 60m bis 140m den Meeresgrund mit ihren Ködern ab, um herauszufinden, wo bereits im Hellen die eine oder andere Platte zu fangen sei. Doch Pustekuchen. Im Hellen wollte keine maßige Platte in ihren Fischeimer wandern.
Erst mit Einbruch der Dunkelheit konnten sie in relativ kurzer Zeit vier Flundern fangen, welche allesamt in die Wertung gehen konnten.
André hielt zwischendurch immer Kontakt zu ihren Nachbarn. Es stellte sich heraus, dass die „Altmeister“ sie bis dato noch nicht uneinholbar abhängten. Ganz im Gegenteil, sie lagen tatsächlich gut dabei.
Gegen 19.00 Uhr wurden zum ersten Mal ihre gefangenen Fische von den Ordnern vermessen. Am Ende des Sektors waren acht Fische hoch. Zu diesem Zeitpunkt hatten André und Timo sieben Fische im Eimer.
In den letzten zwei Stunden gaben die beiden noch einmal Vollgas. André sagte nach der Veranstaltung, dass Timo wie ein „Duracell-Hase“ sei, denn er war am Strand so in Aktion gewesen, wie er ihn noch nicht erlebte. Ja, der Ehrgeiz packte Timo, nach zugegeben drei Dosen Energy, und im 10 Minutentakt wurden die Brandungsruten mit frischen Wattwürmern beködert und bis zum Ende um 21.00 Uhr immer wieder in das kühle Nass gefeuert.
Sie konnten noch eine maßige Platte landen, während sie sich mit unzähligen Flundern um die 20 bis 23cm rumärgern mussten. Schließlich war das Angeln vorbei und es begann das große Warten auf die Auszählung.

Die Angelzeit war vorbei und die Siegerehrung stand bevor

Wir traten allesamt den Rückweg zum Treffpunkt an, wo wir uns gegenseitig austauschten. Hier erfuhren wir auch von unserem dritten Team, dass sie mit sieben Fischen ein zufriedenstellendes Ergebnis erzeielen konnten, denn auch in ihrem Sektor Teichhof wurden keine Massenfänge erzielt.
Wir waren guten Mutes, im oberen Drittel eines jeden Sektors abschneiden zu können. Das Endergebnis stand nun fest und es kam zur Verlesung der Pokalplätze. Als erstes wurden die jeweiligen Sektorsieger bekannt gegeben und siehe da, Jens und ich hatten es auf Platz 1 im Sektor Bojendorf geschafft. Aber auch Timo und André konnten mit Platz fünf auf die Pokalränge klettern, wobei es nur eine Zentimeterentscheidung bis Platz drei war. Mein Bruder und Vater holten sich mit Platz vier in ihrem Sektor ", so dass es alles in allem eine erfolgreiche und gelungene Veranstaltung für uns war. Zudem trafen wir viele Freunde wieder, die wir im Laufe der Jahre auf den Veranstaltungen kennenlernten.
Ein großer Dank gilt auch hier nochmal an Torsten Petersen und sein Team, die es Jahr für Jahr schaffen, eine der tollsten Brandungsveranstaltungen auf die Beine zu stellen.
Zum Abschluss einer gelungenen Ostsee-Tour machten wir vor dem Heimweg noch einen kurzen Stopp zum Spinnfischen auf Meerforelle, ehe wir gänzlich die Rückfahrt antraten.

Schleimige Grüße wünscht euch
Ruwen Koring
(Wallerteam Catfish-Hunters & Team Black Cat)

 
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